Nach dem Neubau der Mikwe und der Neugestaltung der Synagoge im 1. und 2. Bauabschnitt plant die Israelitische Kultusgemeinde Bayreuth nun die Errichtung eines jüdischen Kultus- und Kulturzentrums in der Münzgasse in Bayreuth. Im dritten Bauabschnitt sollen der Umbau und die Sanierung des denkmalgeschützten Anwesens in der Münzgasse 9 zum Gemeindehaus der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth als Abschluss des jüdischen Kultus- und Kulturzentrums folgen. Dieser dritte Bauabschnitt war Gegenstand eines Vergabeverfahrens nach VgV, in dem sich kister scheithauer gross erfolgreich durchsetzen konnten.

Das Einzeldenkmal Münzgasse 9 stammt aus dem Jahr 1778 und wurde als markgräfliche Münze errichtet. Im Vorfeld des Vergabeverfahrens für die Architektenleistungen der Leistungsphasen 2-9 nach §34 HOAI Gebäude und Innenräume haben Wandel Hoefer Lorch + Hirsch Architekten (Saarbrücken) 2009 eine Voruntersuchung für die Umnutzung des zwischenzeitlich vom Institut für Afrika-Studien der Universität Bayreuth genutzten ehemaligen Münzamtes zum Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth erstellt. Im Zuge des Vergabeverfahrens nach VgV wurden nun ksg mit der weiteren Planung beauftragt werden, um mit dem denkmalgerechten Umbau und der Sanierung den abschließenden Baustein des jüdischen Kultus- und Kulturzentrums in Bayreuth zu errichten. Die Leistungen sollen nach einer der Vergabe im Dezember 2016 bis zur Fertigstellung voraussichtlich im Januar 2020 erbracht werden.

"Die Restaurierung und der Umbau des denkmalgeschützten Hauses zum Jüdischen Kulturzentrum in enger Nachbarschaft zur Synagoge soll so schnell wie möglich beginnen", sagt Felix Gothart, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde. "Was wir gerade machen, ist die Vorbereitung für das Projekt. Aufnahme der Bauschäden, Kostenermittlung. Parallel dazu ist die europaweite Architektenausschreibung gelaufen. Es ist uns gelungen, wie schon bei der Synagoge ein renommiertes Büro für das Projekt zu gewinnen: Kister Scheithauer Gross aus Köln. Ich denke, es ist eine Bereicherung für Bayreuth, Architekten von Format in Bayreuth zu haben", sagt Gothart im Nordbayerischen Kurier (28.12.2016).

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