"Konkretes Ziel ist die Entwicklung des Areals der Kirche St. Elisabeth hin zu einem lebendigen, städtischen Quartier. Bausteine sollen dabei eine Kindertagesstätte, ein Pfarrbüro, ein vielseitig nutzbares Gemeindehaus und Wohnraum für alle Kreise der Gesellschaft sein. Die Wohnungen werden sowohl als Eigentums‐ wie auch als Mietwohnungen angeboten. Die Bausteine sollen generationenübergreifend, mit starker Vernetzung in die umliegende Nachbarschaft sowie als Angebot zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben der Kirchengemeinde wirken", so die Auslobung.

In Anlehnung an die Richtlinien für Planungswettbewerbe, RPW 2013, wurden sechs Architekturbüros im  Rahmen  eines  so  genannten  konkurrierenden  Planungsverfahrens  aufgefordert,  jeweils  eine  Planungslösung für die vorher beschriebene Aufgabe zu entwickeln. Nun tagte die Jury, u.a. mit Prof. Tobias Wulf aus Stuttgart, Volker Jescheck, Leiter des Stadtplanungsamt in Ulm oder Thomas Schwieren, Diözesanbaumeister der Diözese Rottenburg‐Stuttgart, und kürte drei Preise. Der dritte ging an das Team von kister scheithauer gross. Deren Architektur wurde " frisch und überraschend" bewertet.

Im Enwtruf schließen zwei neue Elemente den Baublock: ein nördlicher, winkelförmiger Wohnungsbauriegel und ein südlicher Eckbaustein, der alle kirchlichen Nutzungen in einen Gesamtbaukörper integriert. Zwischen den beiden Elementen ergibt sich auf Höhe des Kirchenportals eine Gasse, die in den von Bebauung freien Blockinnenraum führt. Während die Wohnungsbauten das vorhandene städtebauliche Muster des Baublockes variieren, entwickelt der Eckbaustein über seine Dachkontur und eine einladende Fassade eine Prägnanz, die dem Kirchplatz ein neues Gesicht verleiht. Die Kinder- und Jugendarbeit sowie die Kirchengemeinde stellen sich als Gesamtorganismus dar, der von seinen Synergien lebt und diese als Angebot nach außen trägt.

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