Das Baufeld 82a/b im Hamburger Quartier Baakenhafen verfügt mit seiner unmittelbar westlich an den Gerda-Gmelin-Platz angrenzenden Standort und der Nähe zur U-Bahnstation „Hafen-City Universität“ über eine herausragende Sichtbarkeit und Lage. Mit innovativen Wohnangeboten, dem Manufakturwerk und einer engen Verzahnung in der Baugemeinschaft von Wohnen und Arbeiten im Bereich der Kreativwirtschaft soll dort mit den CreativeBlocks ein ausgesprochen urbaner Wohn- und Produktionsstandort entstehen, den es im Rahmen eines Architekturwettbewerbs hochbaulich auszuarbeiten galt. „Gegenstand des Wettbewerbs ist der architektonische Entwurf von gestalterisch und funktional außerordentlich qualitätvollen und ökonomisch effizienten Gebäuden mit einem komplexen Nutzungsgefüge aus Gewerbe und Wohnen. Gesucht werden ausdrücklich keine formalästhetischen Lösungsansätze, sondern Vorschläge, den programmatischen Anspruch der Projekte umzusetzen und daher in aufrichtiger Architektur Innenleben und Außenhaut in einem interessanten Bauwerk zusammenführen. Gestaltungsansätze, die – bei aller Komplexität – zu leichten, beschwingten Formen und Anmutungen führen, sind ausdrücklich willkommen“, so die Auftraggeber Garbe Immobilien-Projekte GmbH mit der Planungsgemeinschaft Halbinsulaner GbR in der Auslobung zum eingeladenen hochbaulichen Realisierungswettbewerb für das Baufeld 82a/b in der HafenCity Hamburg.

Der Entwurf für die Teilfläche 82b (9.600 m² geförderter und freifinanziertes Wohnen sowie 3.400 m² Gewerbe/Manufakturwerk/Markthalle) von kister scheithauer gross architekten und stadtplaner wurde nun, nach einem von zwei 2. Preisen und der anschließenden Überarbeitung, zur Ausführung empfohlen. Der „anregende und originelle Entwurf mit inspirierenden Ansätzen“ – so die Jury, der u.a. Prof. Jörn Walter, Prof. Jörg Aldinger und Prof. Jürgen Bruns-Berentelg angehörten – schafft attraktive Wohngrundrisse mit einer effektiven Raumorganisation. Das Manufakturwerk sei kompakt organisiert, die Raumproportionen stimmig ausformuliert und die Erdgeschosszone flexibel auf die Nutzungen abgestimmt. Auffallend sind die Fassaden: Die doppelgeschossige Markthalle erinnert in seiner Materialität an die klassischen Markthallen, mit Stützenverkleidungen aus geschwärztem Edelstahlblech und eingelassenen sichtbaren Schraubelementen. Für das darüber liegende Wohnen schlagen die Architekten eine „jadegrüne“ Keramikfassade aus vertikalen Stäben vor; das Gebäude erhält dadurch eine feine und elegante Schraffur. „Der Kontrast dunkler Stahl und glasierte Keramik verleiht dem Gebäude eine glaubwürdige Zusammengehörigkeit und ästhetische Eigenständigkeit“, so Entwurfsverfasser Johannes Kister.

Die Wettbewerbsarbeiten sind vom 5. Mai bis zum 21. Mai 2017 im HafenCity InfoCenter im Kesselhaus, Am Sandtorkai 30, 20457 Hamburg, ausgestellt. (Öffnungszeiten: Di-So: 10-18 Uhr)

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