Ein dreieckiges Grundstück beherbergt den Institutsneubau der Hochschule in Bremerhaven. Konsequent im Norden an die Grundstücksgrenze gesetzt wandelt sich das Gebäude in Richtung Kennedybrücke zu einer bauplastischen Figur. Überraschend öffnet sich hier der winkelförmige Bau mit Rücksprüngen und Faltungen. Aus einer breiten Freitreppe entwickelt sich ein vielschichtiges skulpturales Gebäude, das der hervorgehobene Kopfbau krönt und für die Fernwirkung der Gebäudesilhouette sorgt.

Ausgehend vom Eingangsbereich ist in Erd- und 1.Obergeschoß die Bibliothek mit Selbstlernbereich,  Sprachlabor, Ausstellungsebene, Lese- und Freihandzone angesiedelt. Zudem befinden sich im ersten Geschoss Hörsäle sowie größere Seminarräume. Institutsräume nehmen die folgenden Ebenen ein, während Verwaltungsräume im obersten Geschoss den Nutzungsabschluss bilden.

Neben der reinen Form betont seine homogene Klinkerhaut die skulpturale Wirkung des Neubaus. Ein Torfbrandklinker braun-schwarz-roter Färbung umhüllt das gesamte Gebäude, bekleidet die geneigte Dachfläche des Hörsaals sowie seine Untersicht. Akzentuiert gesetzte Öffnungen unterstreichen den Charakter und gewähren Einblick in das Gebäudeinnere mit seinem lebhaften Farbenspiel.

Das Zusammenwirken von städtebaulicher Gestalt und der massiven haptischen Materialität führt zu einem für diesen Ort unverwechselbaren Baukörper. Es entsteht eine langlebige und widerstandsfähige Ziegelskulptur, die sich ins Gedächtnis und die Stadtsilhouette einschreibt.

ARGE mit Architekten BDA Feldschnieders+Kister, Bremen
Bauherr: Senator für Bildung und Wissenschaft, Bremen
BGF: 6.900 m²
Leistungszeit: 2002 - 2005

1. Preis „BDA-Preis Bremen 2006“