Eine wesentliche Tradition der katholischen Kirche ist die Verehrung von Heiligen und Märtyrern. So entwickelte sich die Idee, in der Basilika St. Ursula einen Gedenkort für die Märtyrer der Gegenwart zu schaffen. Seit Jahrhunderten wird hier in besonderer Weise frühen Kölner Blutzeugen gedacht. Als Kontrapunkt zu diesem historischen Raum entstand ein kleiner, moderner Kapellenraum in der Apsis des südlich gelegenen Marienschiffs.

Konkret stellte sich die Frage, wodurch sich Märtyrer zeitgemäß repräsentieren ließen. Die Lösung fand sich in einer zweischaligen, innen mit Namen und Daten der Märtyrer bedruckten, transluzenten Leinwandkonstruktion. An der hellsten Stelle der Kirche errichtet leuchtet der entstandene Andachtsraum aus sich heraus und steht gleichsam als Zeichen für das Dasein, das durch das Martyrium in ein neues Licht gestellt wurde.

Bauherr: Kirchengemeinde St. Ursula
vertreten durch Erzbistum Köln Generalvikariat
BGF: 50 m²
Leistungszeit: 2003 - 2006
1. Preis Realisierungswettbewerb

Auszeichnung zum Artheon-Kunstpreis 2008