In einem gründerzeitlichen Wohnviertel liegt die ehemalige Fabrikantenvilla mit ihrem Erweiterungsbau inmitten eines großzügigen Parks. Gleich einem Solitär verlangte das denkmalgeschützte Bestandsgebäude vom Neubau einen besonderen Ansatz. So wird das neue Institutsgebäude ebenfalls als Villa definiert und städtebaulich zurückhaltend eingefügt. Das kubische Gebäude öffnet sich mit bodentiefen Verglasungen zu Villa und Park. Auskragende Deckenplatten aus schwarzem Sichtbeton unterbrechen die Glasfassade und lassen es leichter erscheinen.

Auch im Inneren der beiden Gebäude wird der Übergang von Alt zu Neu betont. Während im Altbau Wandtäfelungen sowie erdige Farbtöne verwendet wurden, zeigt sich der Erweiterungsbau mit modernen Materialien in Grautönen. Florale Muster treten dabei dezent aus grauschwarzem Materialhintergründen hervor. Die Nahtstelle zwischen Villa sowie neuem Bibliotheks- und Bürogebäude ist geschickt funktionell durch Cafeteria und Haupteingang gefasst und wird zur Drehscheibe des gesamten Instituts.

Bauherr: Frankonia Eurobau AG & Co. KG
BGF: 4.000 m²
Leistungszeit: 1999 - 2001
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