Der Kölner Rheinauhafen verlor in der Nachkriegszeit rasch an Bedeutung. Wo einst unzählige Kräne ihre Lasten zogen, breitete sich allmählich Ödnis aus. Inmitten des stillgelegten Areals steht ein charakteristischer Getreidespeicher, der im Kölner Volksmund liebevoll Siebengebirge genannt wird und mit seiner markanten Silhouette den nunmehr revitalisierten Hafen prägt.

Lange Zeit galt das 1908-09 von Hans Verbeek errichtete Gebäude mit seinem Betonskelett nicht sanierbar. Insbesondere die große Gebäudetiefe in Verbindung mit niedrigen Geschoßhöhen stellte die Frage nach ausreichender Belichtung und erfolgreicher Vermarktung. Das Gebäude verlangte eine Sanierung, die zum einen den Gebäudecharakter respektiert und zum anderen die Nachhaltigkeit der Nutzung garantiert. Um die Eingriffe in den Denkmalbestand auf ein Minimum zu reduzieren, verzichteten kister scheithauer gross auf den gern praktizierten Einbau von Lichthöfen. Vielmehr schufen die Architekten durch intelligente, offene Grundrissanordnungen sowie innenliegende, gläserne Loggien großzügige Wohnwelten am Wasser. Insgesamt entstanden auf acht Ebenen über 130 Wohnungen sowie attraktive Gewerbeflächen in der Erdgeschoßzone entlang Kölns neuer Flaniermeile.

Bauherr: Pandion Projektentwicklung GmbH
BGF: 29.604 m²
Leistungszeit: 2002 - 2007
Direktbeauftragung

Auszeichnung: Auszeichnung zum NRW-wohnt-Preis 2008